Schlagwort-Archive: Koblenz

4. März 1923

Quelle: Stadtarchiv Troisdorf, Pressesammlung: Siegburger Kreisblatt vom 4. März 1923

Auch in London wird die Besetzung der Bahnlinie Troisdorf-Ehrenbreitstein wahrgenommen.

    Zur Besetzung der Bahnlinie Troisdorf-
                            Ehrenbreitstein.
    Mtb. London, 3. März. Die Beschlag-
nahme der Eisenbahnlinie die auf der rechten
Rheinseite Troisdorf mit Ehrenbreitstein ver-
bindet, hat in politischen Kreisen große Ueber-
raschung hervorgerufen. Die Times weist darauf
hin, daß dadurch die letzte Eisenbahnlinie, die
Köln mit Süddeutschland verbindet, aufgehoben
wurde, und daß anstatt der 14 Züge täglich nur
noch, 2 Züge die Linie befahren würden.

3. März 1923

Quelle: Stadtarchiv Troisdorf, Pressesammlung: Siegburger Kreisblatt vom 3. März 1923

Es wird von zurückgehaltenen Waren, von Unfällen und von Festnahmen einiger Eisenbahnmitarbeiter durch Franzosen berichtet.

   Wtb. Köln, 1. März. Zur Betriebslage wird
gemeldet: Vom Bahnhof Siegburg sind bei der
Vorführung in Hennef an der Sieg von 24 Wagen
Umzugsgut nur zwei Wagen durchgelassen worden.
Ebenso wurde die Durchfahrt von sechs Wagen Wei-
zen für Oesterreich vom Bahnhof Troisdorf und
40 Wagen Kohle für die Schweiz verweigert. Die
Bahnhöfe Engers, Neuwied, Rhöndorf und die zwi-
schen Troisdorf und Wahn liegenden Bahnhöfen
sind von französischen Truppen besetzt worden. Der

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14. Februar 1923

Quelle: Kreisarchiv Euskirchen, Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgegend (Amtliches Kreisblatt) vom 14. Februar 1923

Protest-Note des Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete an die Interalliierte Rheinlandkommission gegen das Völkerrecht verstoßende Anweisungen an die deutschen Beamten

Reichskommissar an I[inter] A[lliierte] R[heinland]K[ommission
Berlin, 4. Februar.
Die Interalliierte Rheinlandkommission in
Koblenz hatte den Reichskommissar für die besetzten
rheinischen Gebiete aufgefordert, an die hauptsäch-
lichsten Beamten des besetzten Gebietes ein Rund-
schreiben weiter zu geben, in dem unter Berufung
auf die angebliche Rechtsauffassung des Reichs-
Gerichts die Behauptung auf gestellt wurde, daß die
Ordonnanzen der Interalliierten Rheinlandkom-
mission ganz unabhängig davon, ob sie
gegen das Völkerrecht verstoßen(!), für die
gesamte Bevölkerung und insbesondere für die Be-
amten verbindlich seien.  Der Reichskommissar hat
die Weitergabe dieses Rundschreibens mit einer
Note vom 3. Februar an den Präsidenten der i
interalliierten Rheinlandkommission abgelehnt.
Darin heißt es u. a.:
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30. Januar 1923

Quelle: Stadtarchiv Troisdorf, Pressesammlung: Siegburger Kreisblatt vom 30. Januar 1923

Durch die Stilllegung einiger nieder- und oberrheinischer Bahnstrecken ist der Eisenbahnverkehr im Westen Deutschlands stark gestört.

     Die Stillegung des Eisenbahnverkehrs.

   Mtb. Köln, 28. Jan. Die Stillegung des Ver-
kehrs auf einzelnen ober- und niederrheinischen Strek-
ken verursacht gewaltige Störungen im gesamten
westdeutschen Eisenbahnbetrieb. Derr Kölner Bahn-
hof war gestern und heute von unzähligen Reisenden
besetzt, die nicht weiterfahren und teilweise auch in
der Nacht nicht unterkommen konnten. Zahlreiche
Reisende, die gestern fluchtartig die Trierer Gegend
verlassen und mit dem 4 Uhr von Trier abfahren-
den Zug die Reise nach dem westfälischen Gebiet
angetreten hatten, wurden bis Köln dreimal umge-
laden, um bei ihrer Ankunft in Köln abends 7 Uhr
zu erfahren, daß eine Weiterfahrt unmöglich sei. Ein-
zelne Züge werden auf Umwegen ins Ruhrgebiet ge-
leitet. Der direkte Weg nach Duisburg, Oberhau-
sen usw. ist gesperrt.

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10. Januar 1923

Quelle: Stadtarchiv Troisdorf, Pressesammlung: Siegburger Kreisblatt vom 10. Januar 1923

Im Westen Deutschlands sind französische Vorbereitungen zum Vormarsch getroffen wurden. Auch in Düsseldorf sind Truppen auf den Straßen zu sehen. Der Güterverkehr ist auf der Strecke von Koblenz nach Köln in Teilen niedergelegt.

Französische Vorbereitungen zur
                           Ruhrbesetzung.

    Pm. Berlin, 9. Jan.           Die Blätter bringen
eine Reihe von Meldungen aus Westdeutschland über
französische Vorbereitungen zum Vormarsch: so seien
einer Nachricht aus Essen zufolge die französischen
Truppen schon in großem Umfange an die Grenze
des besetzten Gebietes, namentlich nach dem Ruhrge-
biet vorgeschoben worden. — In den Kasernen der
Besatzungstruppen in Düsseldorf herrsche fieberhaftes
Leben; auf den Straßen zeigten sich zahlreiche Pan-
zerautomobile und mit Truppen besetzte Lastkraft-
wagen. — Nach einer Zeitungsmeldung aus Mainz
sei auf den Strecken Koblenz-Köln und Koblenz-
Trier der Güterverkehr z. T. zum Erliegen gebracht
worden, um die Strecken für Truppentransporte
frei zu machen. — Auch aus der Pfalz werden
starke französische Truppentransporte gemeldet.