19. September 1923

Quelle: Kreisarchiv Euskirchen, Unterhaltungsblatt und Anzeiger für den Kreis Schleiden und Umgegend (Amtliches Kreisblatt) vom 19. September 1923

Druck neuer Wert- und Briefmarken

 Schleiden, 17. Sept[ember]. Die ungeheure Geld-
entwertung der letzten Tage, die den Posthaushalt
mit neuen gewaltigen Mehrausgaben belastet,
nötigt die Postverwaltung, die Post-, Postscheck-,
Telegraphen- und Fernsprechgebühren neu festzu-
setzen. Die neuen Gebühren traten für den Tele-
graphen- und Fernsprechverkehr am 16. September,
für den Post- und Scheckverkehr treten sie mit dem
20. September in Kraft. Danach beträgt die

Gebühr für einen Fernbrief 250000 M[ark], für eine
Fernpostkarte 100000 M[ark], für eine Drucksache
der 1. Gewichtsstufe 50000 M[ark]; für geöhnliche
Telegramme sind zu entrichten eine Grundgebühr
von 400000 M[ark] und eine Wortgebühr von
200000 M[ark]; im Fernsprechverkehr kosten ein Orts-
gespräch 250000 M[ark]. In einem ähnlichen Ver-
hältnis erfahren auch die meisten ürbigen Gebühren
eine Heraufsetzung. Der Druck der entsprechenden
Marken ist bereits im Gange.

Kreisarchiv Euskirchen
Kreisarchiv Euskirchen

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Kreisarchiv Euskirchen (19. September 2023). 19. September 1923. 1923: Alltag in der Krise. Abgerufen am 17. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/afws


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