Quelle: Stadtarchiv Solingen, Finanz- und Verwaltungsausschuss Ohligs Band V-C-004-Bd-04, Sitzung 10. August 1923
Der Finanzausschuss der Stadt Ohligs gibt den Druck weiterer Stadtnotgeldscheine in Auftrag.
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Sitzung
des Finanzausschusses
am 10. August 1923.
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Zu der heutigen Sitzung war durch
Rundschreiben vom 8. d[ieses]s M[ona]ts einge-
laden und es sind die Nebengenann-
ten erschienen.
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Verhandlungsgegenstände.
1) Ausgabe von städt[ischem] Notgeld.
Auf Antrag hat der Reichsfinanzmi-
nister am 7.8. telegraphisch genehmigt,
daß die Stadt Sechzig Milliarden Mark
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Notgeld in Stücken bis zu einer
Million Mark ausgibt. Vor Aus-
gabe ist Gegenwert auf gesperrtes
Konto bei der Reichskreditgesell-
schaft in Berlin zu überweisen.
Nach den eingezogenen Erkundi-
gungen stellt die F[irm]a Rabitz in
Solingen das Notgeld am preiswer-
testen her; sie fordert 66 000 000 M.
für Papier und 50 000 000 M. für die
Herstellung. Da Eile geboten war,
ist bereits der Auftrag erteilt wor-
den und zwar 30 Milliarden in 500 000 M.-
Scheinen und 30 ” ” 1 000 000 “
Scheinen.
Die anwesenden Mitglieder
besprechen die Angelegenheit und
schlagen vor, 120 Milliarden Mark
Notgeld auszugeben und zwar
50 Milliarden Mark in 1 Million-Scheinen
50 ” ” ” 500 000 M “
20 ” ” ” 100 000 ” “
g[eschehen] w[ie] o[ben]
Cleven Heller
[?] Jürgenpaschedag
Fricke
Beigeordneter Protokollführer
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Stadtarchiv Solingen: RK (10. August 2023). 10. August 1923. 1923: Alltag in der Krise. Abgerufen am 17. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/afi7

